Trendberufe bei Schulabgängern

Bei der Berufswahl weiß man eigentlich immer zuerst, was man nicht will. Und wenn es darum geht, was man werden möchte? Dann beginnen die meisten erst einmal in sich hineinzuhören und fragen sich: „Was interessiert mich? Was kann ich?“ Doch auch die Nachfrage am Arbeitsmarkt spielt eine große Rolle bei der Entscheidungsfindung. Ebenso beeinflussen Trendberufe die Wahl des zukünftigen Tätigkeitsfeldes. Besonders im Wirtschafts- und Medienbereich etablieren sich ständig neue Berufsfelder, die attraktiv auf Schulabgänger wirken. Wie sehen denn nun die aktuellen Trends aus? Welche Studien- und Ausbildungsrichtungen ziehen Schulabgänger an? Sieh selbst …

Die Nummer eins: BWL

Einige rümpfen jetzt vielleicht die Nase, aber es ist tatsächlich so, dass die klassische Betriebswirtschaftslehre (BWL), mit all ihren Spezialisierungen und Mischformen, die Nase vorn hat. Für diesen Studiengang immatrikulieren sich immer noch die meisten jungen Menschen. Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) fand heraus, dass BWL bei beiden Geschlechtern gleichermaßen am beliebtesten ist. Danach kommen bei den Studentinnen Germanistik, gefolgt von Medizin, anschließend Jura und danach Pädagogik. Bei den männlichen Kommilitonen steht an zweiter Stelle Maschinenbau, gefolgt von Informatik, danach Elektrotechnik und auf Platz fünf Jura. Es scheint, als seien die technischen Berufsbilder immer noch eher für Männer attraktiv. Kein Wunder, diese sind nicht nur interessant, sondern auch zukunftsträchtig.

Welche Faktoren beeinflussen die Berufs- und Studienwahl?

Es kommt bei vielen Schulabgängern auch darauf an, in welcher Region sie angesiedelt sind. Trends variieren je nachdem, ob die Schulabsolventen in einer ländlichen Gegend wohnen oder in einer Stadt. Es bestehen auch Unterschiede hinsichtlich der Lage in Deutschland. In industriellen Ballungszentren gibt es andere Trends als in regionalen Verwaltungs- und Dienstleistungszentren. Auch existieren Differenzen sowohl zwischen Ost- und Westdeutschland als auch zwischen dem Norden und dem Süden der Bundesrepublik. Insgesamt aber besteht eine ausgeprägte Tendenz hin zum Management und schon sind wir wieder bei der Betriebswirtschaftslehre. Liegt es daran, dass jeder gern Chef sein möchte? Offenbar sind Studiengänge, die Jobaussichten mit Führungsverantwortung bieten, hoch im Kurs. Bei Jura scheint sich hingegen ein Abwärtstrend abzuzeichnen, da der Berufseinstieg mit vielen Hürden verbunden wird. Der Gesundheitssektor hingegen gewinnt an Ansehen unter den Schulabgängern. Für diejenigen, für die eine Aufnahme zu einem Medizinstudium sehr schwierig bis unmöglich ist, besteht dennoch Hoffnung. Es haben sich in den letzten Jahren eine Reihe Berufe im Gesundheitsbereich etabliert, die sehr trendy und zudem zukunftsträchtig sind. Alternative Studiengänge zum begehrten Fach Medizin gibt es in den Kategorien Ernährung, Gesundheitswesen und Sport.

Studienberatung nutzen!

Die jeweiligen Fachbereiche bieten, je nach Hochschule, verschiedene Vertiefungen an. Manchmal kann es passieren, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Daher ist es ratsam, sich einer gründlichen und professionellen Studienberatung zu unterziehen. Nach einem Germanistik- oder Pädagogikstudium wird das Brotverdienen sehr hart, denn der Arbeitsmarkt sieht in diesem Bereich gerade nicht sehr rosig aus. Doch wer sich genau informiert, kann durch Spezialisierungen und interdisziplinär angelegte Kombinationen in diesen Kategorien, etwa durch eine Anbindung an Medien und Kultur, seine beruflichen Zukunftschancen erheblich steigern.

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