MINT-Jobs haben nichts mit Bonbons zu tun. Es handelt sich hierbei um Berufe, die Mathematik-, Informatik-, Naturwissenschafts- und Technikbereiche abdecken. Und schon rollen bei den meisten die Augen: Bloß kein Mathe! Und Informatik sollte lieber gar nicht erst angesprochen werden. Chemie oder Physik? Um Gottes willen! Und Technik? In dieser Kombination eher gar nicht. Warum haben immer noch so viele junge Menschen Vorurteile gegenüber diesen Berufsfeldern? Dabei sind die MINT-Jobs mehr als trendy, überdurchschnittlich gut bezahlt und sogar interessant. Hinzu kommt, dass in Deutschland über 350.000 Nachwuchskräfte fehlen und die Jobaussichten somit bestens sind. Wir klären das Missverständnis auf …

Das falsche Image von MINT-Jobs

Viele Schüler haben bereits in der Schule Probleme in Fächern wie Mathe, Physik, Chemie oder Informatik und projizieren automatisch negative Erfahrungen, etwa schlechte Noten oder Wissenslücken, auf Berufsbilder mit diesen fachlichen Inhalten. Hinzu kommt, dass sich MINT-Jobs irgendwie für viele nach Fabrikarbeit anhören. Die Vorstellung vom einsamen Fließbandarbeiter, der mit dem Geräusch ratternder Maschinen in den Ohren in einer kalten Industriehalle zu einem sozial isolierten Roboter mutiert und sich unter Unfallgefahr kaputtschuftet, spukt in den Köpfen vieler Schulabgänger herum. Tatsächlich kennt kaum einer die wirklichen Tätigkeiten in den Berufen aus dem MINT-Bereich, wie verschiedene Studien und Erhebungen festgestellt haben. Diese falschen Vorstellungen und das Unwissen über Technikjobs sorgen dafür, dass nicht einmal harte Jungs Lust darauf haben. Und MINT-Berufe sind für Mädchen „sowieso“ undenkbar, da sie sich einen Job mit kommunikativen und sozialen Aufgaben wünschen. Auch hinsichtlich des Gehalts in MINT-Jobs herrschen völlig verzerrte Vorstellungen. Dafür, dass man sich fast „zu Tode“ arbeitet, würde man nicht genügend gut bezahlt, so die vorherrschende Meinung.

Wie entstand das falsche Image?

Zunächst einmal scheint auch hier zu gelten: Was der Bauer nicht kennt … und so weiter. Schulabgänger tendieren eher dazu, altbekannte Berufe und Jobs aus ihrem Umfeld anzustreben. Hier spielt auch die Sichtbarkeit ausgeübter Berufe eine Rolle. Da IT- und Computerjobs eben hinter den Kulissen stattfinden, sind sie unsichtbar und geraten nicht ins Blickfeld der angehenden Auszubildenden. Somit können sie auch keinen Praxisbezug zu den Berufsbildern der MINT-Fächer herstellen. Es mangelt also an Aufklärung über die verschiedenen Berufsfelder im MINT-Bereich. Dies kann zum einen der fehlenden Berufsberatung an den Schulen und an den Arbeitsagenturen zugeschrieben werden. Zum anderen findet die Beratung dann umso häufiger im familiären Kreis statt. Problematisch ist dabei, dass Eltern – besonders ihren weiblichen Nachkommen – oft von einer MINT-Ausbildung abraten, da zumeist noch alte Rollenverteilungen vorherrschen. Solange die Schüler keine Ahnung vom Facettenreichtum der MINT-Berufe erlangt und sich falsche Vorstellungen in ihre Köpfe gebrannt haben, wird sich wohl auch nichts an deren schlechtem bzw. falschem Image ändern.

Was kannst du selbst tun?

In jeden Fall sollte eine professionelle Berufsberatung in Anspruch genommen werden. Dies ist jedoch nicht immer ganz einfach. Häufig werden die angehenden Auszubildenden unzureichend beraten. Hier sollten sie jedoch selbst nachhaken. Die Defizite in der Berufsberatung lassen sich nicht so schnell ausmerzen, doch jeder Einzelne kann sich selbst helfen, indem er sich im Internet informiert. Bei azubi.tv beispielsweise kannst du dir die verschiedenen MINT-Jobs in Videoclips ansehen und momentanen Azubis über die Schulter schauen, als wärst du hautnah dabei. Sammle selbst Informationen und quetsche die Berufsberater richtig aus! Sie sind dazu da, dich intensiv zu beraten, also lass dich nicht mit einem ausgefüllten Stärken-Schwächen-Zettel oder dem Zuschicken von Unterlagen abspeisen.

Warum ist eine Ausbildung im MINT-Bereich doch etwas für dich?

Wenn dich Technik interessiert, dann brauchst du keinen Leistungskurs in Mathe oder Physik besucht zu haben und du musst auch nicht unbedingt studieren. Eine Ausbildung in einem MINT-Beruf bietet dir eine Menge Vorteile. Zunächst einmal bekommst du eine Ausbildungsvergütung, während du ein Studium selbst finanzieren musst. Weiterhin setzt du direkt dein Wissen in die Praxis um, was dir das Verstehen naturwissenschaftlicher Vorgänge erleichtert. Zudem brauchst du heutzutage kaum noch etwas im Kopf auszurechnen, da dir moderne Computersysteme und -programme zur Verfügung stehen. Der Nachwuchsbedarf ist so hoch, dass du als Berufseinsteiger sehr gute Chancen hast, einen Job zu finden. Und: Dir stehen danach verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen, um richtig Karriere machen zu können. Das Einzige, was du tun musst, ist, dich gut zu informieren. Dabei können dir unsere Webseiten XXX helfen.

Die Informationen basieren auf:

MINT Nachwuchsbarometer von der Deutschen Akademie der Technikwissenschafte der Körber-Stiftung
Studie der Impuls-Stiftung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA)
und eine Befragung der Schweizer Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Chur



„MINT-Jobs: attraktiv, innovativ, aber missverstanden"
Dir hat die Seite gut gefallen? Sag es weiter:

Comments are closed.